Back to Overview

Bandsmagazine.ch
18.04.2007 / Fabio

Be dangerous!
Die Failed Teachers haben gerade ihr zweites Album veröffentlicht. Wir hatten die Ehre, mit Drummer und Teilzeitsänger Dominic Deville ein Interview zu führen.

BANDSmagazine: Dominic, wurdest du schon mal von Aliens entführt?
Dominic: Nein, das nicht. Andersrum wird ein Schuh draus. Ich wurde Ende der 40er jahre von einer okkulten Einheit der Nazis aus der Hölle beschworen um mit meiner dämonischen Hilfe den Endsieg zu erringen. Zum Glück der Menschheit ging mir aber the Man with the Moustache extrem auf den Keks und ich schloss mich einer Gruppe Dadaisten an, die mich 1975 an meine Zieheltern verkauften, welche in einer Kommune mit Benjis Zieheltern lebten. Benji ist übrigens ein fleischgewordener Halbgott, aber dass soll er dir selber erzählen….

Treibt Ihr eigentlich irgendwelche Extremsportarten? Benji’s imposanter Sprung vom Schlagzeug, bei Eurem Auftritt in der Schüür nach Houston Swing Engine, lässt Spekulationen freien Lauf...
Extrem-Sport ist etwas für Extrem-Langweiler und Spass-Spiesser. Benji und ich halten uns fit mit etwas Roller Bladen und Badminton. Ausserdem sind wir gerade dabei, ein Synchronschwimmteam auf die Beine zu stellen. Aber das ist noch nicht druckreif…

Wie geht’s Benji eigentlich? Noch alles dran? Sein Sturz sah ziemlich übel aus...
Ich hab nix gesehen, da ich gerade dabei war, das Schlagzeug der oben genannten Heavy Metal Pussys aus Lausanne zu zerlegen, wobei ich mir übrigens einen Holzsplitter im Finger zuzog. Aber danach fragt ja wieder niemand. Aber vielleicht ist das der Grund, weshalb Benji plötzlich zur Erholung zwei Wochen in die Ferien fuhr….Meinst du, ich muss mir Sorgen machen?

Was war denn deine schlimmste Verletzung, die du dir an einem Konzert zugezogen hast?
Naja, eine ganz grosse Leistung war bisher sicher mein missglückter Sprung von einem Boxenturm, welcher mich meine Schneidezähne sowie eine Kniescheibe kostete. Aber solche Sachen sollte man auch nicht machen, wenn sich nur 5 Leute im Publikum befinden. Aber Benji versucht fleissig aufzuholen! Legendär gewiss sein Backbreaker über meine Bassdrum, ohne Abstützen sowie sein extreme-Arm-Cutting im Unterricht. Das ist aber nix im Vergleich zu den Verletzungen welche WIR unserem Publikum bisher zugefügt haben! Ganz nach dem Motto: „You have to be dangerous!“

Zu eurer neuen Platte. Da sind Gesangspassagen zu finden, welche sich für Punk relativ speziell anhören... Was hat sich Benji an die Eier geklemmt, um seine Stimme so schwul klingen zu lassen?
Gar nix hat er sich eingeklemmt. Das ist seine normale Stimmlage! Es ist nur so, dass er immer sturzbetrunken ist, wenn du ihn im Alltag antriffst, und daher seine Stimme etwas tiefer und kratziger tönt als auf der Platte, wo er ausnahmsweise mal nüchtern sein musste, um den Text nicht zu vergessen. Und würdest du Banause die guten alten Toy Dolls, The Dickies oder mindestens Cock Sparrer kennen, wüsstest du, dass diese Tonlage dem wahren Punk entspricht. Alles andere ist Death Metal. Aber woher sollst du dass auch wissen… Dafür sind wir ja da.

Vor ein paar Wochen wart ihr bei Dani Beck’s Musiksendung auf SF2 zu Gast. Man hatte das Gefühl, Ihr hattet enorm viel Respekt vor ihm. Ihr seit ungewohnt zurückhaltend rübergekommen. Warum das denn?
Er ist unser Vorbild! Unsere Inspiration! Der gute Dani hat es wie wir ohne jegliches Können oder irgendwelche fachspezifische Kenntnisse in seiner Tätigkeit ganz nach oben geschafft! Das muss man erst mal 10 Jahre lang schaffen! Das verdient unseren tiefsten Respekt! Deswegen waren wir schon etwas aufgeregt.

Wie muss man das sich das vorstellen, dass ein Song bei Euch entsteht? Wer bringt die Hitmelodien, wer die Brachialriffs, wer die weltbewegenden Texte?
Nach einem komplizierten Ritus bei Vollmond gibt mir der dunkle Spiritus des Punkrocks, meistens im Tausch gegen eine unschuldige Hippieseele, eine wunderbare Melodie auf den Weg, welche ich auf den Galgenberg (Sedel) trage, wo Benji, der Halbgott des Gitarrenriffs, mich schon erwartet, um seine Harmonien darüber zu legen. Die Texte entnehmen wir gemeinsam uralten satanischen Anrufungsbibeln, dessen kryptische Texte wir in gutverständliches Vorschulenglisch übersetzen. Keine leichte Aufgabe. Aber jemand muss es ja tun.

Zur Frage, die Ihr wohl nicht mehr hören könnt: Warum hat’s mit euren Lehrerjobs nicht geklappt?
Kein Kommentar! Nächste Frage bitte.

Mit deinem eigenwilligen Moderationsstil am Kick Ass Award hast du dir nicht nur Fans geschaffen. Hast du da böse Rückmeldungen erhalten?
Ach! Böse Rückmeldungen gibt es immer. Die Schweizer sind das Volk der bösen Rückmeldungen. Aber was will man auch von Menschen halten, dessen Mehrheit einen bösartigen, alten, verbitterten und impotenten Mann mit panischen Ängsten vor dunkelhäutigen oder kraushaarigen Mitmenschen in seine Herrscherkaste wählt, artig mit dem Kopf nickt, wenn es darum geht, Subkulturen zu verdrängen und auf der anderen Seite eine unglaubliche Energie aufbringt, um 50’000 Unterschriften gegen einen abgebrochene Gartenzwerg zu sammeln, welcher über Vampire singt? Naja. Zum Glück bin ich ein eine Kreatur von South of heaven und habe mit Euch Fondue-Fressern nix am Hut! Harrrrhaaarrrhaarrr! Dazu muss man aber auch sagen, dass ich viele, viele positive Rückmeldungen erhalten habe, dessen Aussprecher ich mit einem Platz an meiner Seite belohnen werde, wenn das Ende über die Welt hereinbricht! Und glaubt mir: Dies ist bald der Fall!

Wie sieht’s mit der Boa aus? Hast du mit deiner Anspielung bei Urs W. etwas erreicht?
Steht die Boa noch oder nicht? Na? Eben. Was für eine blöde Frage.

Wenn dich Dada Ante Portas morgen fragen, ob du ihr Drummer werden möchtest, nimmst du an und lässt dir die Haare glätten?
Dada Ante Portas sind eine der satanischsten Bands überhaupt! Dessen Mitglieder sind wahre Tiere und daher gute Freunde von uns! Hast du dir mal „Dance Beside The Moon“ rückwärts angehört? Dagegen ist jede möchtegernheavymetalbandausdemseetal kalter Kaffee! Apropos rückwärts hören. Dies ist übrigens der Grund, weshalb die Christliche Rechte Ende der 80er die CD eingeführt hat und seither versucht, das Vinyl zu verdrängen! Als wir noch unbekannter waren, konnten wir noch ne Platte produzieren. Aber jetzt, wo die Teachers so richtig gross geworden sind, ist dies natürlich auch unterbunden worden. Jetzt sind wir aber abgeschweift. Um auf deine Frage zurückzukommen: Die Antwort ist definitv Ja! Hail Dada Ante Portas!

Vielen Dank für’s Interview!
Wie? Schon zu Ende? Ich hätte doch da noch einiges über den Plan der bernerischen Illuminaten, Luzern den Titel „Rockstadt“ zu entreissenm, zu erzählen... Hallo?! Hört doch...

Back to Overview